Drey Wunder Fighter

Unsere Arbeit basiert auf der Fechttradition Lichtenauers, auch genannt deutsche Schule, welche ihren Ursprung im 14. Jahrhundert hat.

TRAINING

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Unsere Arbeit basiert auf der Fechttradition Lichtenauers, auch genannt „deutsche Schule“, welche ihren Ursprung im 14. Jahrhundert hat und in den Schriften seiner Nachfolger wie Sigmund Schining ein Ringeck, Peter von Danzig, Paulus Kal, Hans Döbringer, Hans Talhoffer und anderer überliefert ist. Wir erforschen und trainieren die gesamte Bandbreite der spätmittelalterlichen Bewaffnung. Von der waffenlosen Nahkampf, Dolchkampf über kurze, lange oder mannshohe Schwerter bis hin zu Stangenwaffen wie Speere, Mordäxte und Hellebarden. Konkret verwenden wir aktuell u.a. folgende Quellen:

MS 3227a MS Dresd. C. 487 MS Germ. Quart. 2020 Code44-A-8 MS KK5012 CGM1507 CGM582 Cod.MS.Ph.62

Geübt wird streng diszipliniert mit Stahlwaffen. Das gelernte wird regelmäßig im Freikampf erprobt und mit unserer selbst entwickelten   HEMA-APP CHALLENGE.3W erfasst, analysiert und ausgewertet. Wir trainieren mit möglichst originaltreuen Stahlwaffen. Der aktuell sehr populäre Schwertersatz, sogenannte „Feder“ (Fechtfeder, Federschwert) wird z.B. bei uns weder im Training noch bei unseren Freigefechten  verwendet. Wir lernen eine Kampfkunst, kein Kampfsport. Einen Übergang vom Turnier- und Kriegsfechten zum sportlichen Wettkampf ist ab den 16. Jahrhundert klar zu beobachten. Zum Beispiel in das Werk von Joachim Meyer (1570) "„Gründliche Beschreibung der freyen Ritterlichen unnd Adelichen kunst des fechtens in allerley gebreuchlichen Wehren“. Stiche werden in diesem Werk nahezu vollständig ignoriert und Treffer werden häufig nur mit der flachen Seite der Klinge oder mit Ort nur "gesetzt", damit der Gegner nicht schwer verletzt wird. Unsere Arbeit hört hier auf.

Schwertkampf - WTF - Oft werde ich gefragt weshalb ein moderner Mensch Kampfkünste aus dem Mittelalter erlernen sollte?
Schließlich läuft heute niemand mehr mit einem Schwert, Dolch oder mit einer Hellebarde herum und setzt dies auch noch ein. Das ist richtig, Gott sei Dank. Aber zu welchem Zweck üben dann Millionen von Menschen die unterschiedlichsten, meist asiatischen, Kampkünste? Schließlich werden vermutlich nicht mal 1% dieser Athleten ihre Kunst in ihrem Leben ernsthaft einsetzen. Mit über 25 Jahren Training, 7 DAN Graden, mehrfachen nationalen sowie internationalen Titeln und 5 Jahre als Sicherheitsbeamter gehöre ich selbst auch dazu. Und das ist auch richtig so, zum Glück. Was uns Kampfkünstler verbindet ist die Faszination der Bewegungen, die Auseinandersetzung mit teils hochkomplexen Bewegungsabläufen und die mentale Herausforderung eines Zweikampfes. Im nicht tradierten historischen Fechten kommt auch noch eine Portion Quellenforschung (Beschäftigung mit Fechtbüchern) dazu. Dank modernen Schutzausrüstungen und Ersatzwaffen können wir außerdem ein ernsthaftes Duell so echt wie möglich erleben ohne dabei schwer verletzt zu werden. - Henrik Gyarmati
Neben der Grundschule baut unser Konzept auf drei Säulen auf: "TRES-GRADUS-METHODUS" steht für einen grundsätzlichen und für uns sehr wichtigen Lernprozess in der Sportmotorik. Wir benutzen das 3-Phasen-Modell nach MEINEL als guten Kompromiss zwischen Verständlichkeit und wissenschaftlichem Anspruch.
Rekonstruktion,
also die Wiederherstellung eines funktionierenden lebenden Fechtsystems mit z.B. dem Langen Schwert. Dies geschieht durch die Interpretation der historischen Fechtbücher, Interpolation aus anderen Kampfkünsten und jeder Menge Wiederholung und üben.
Abläufe
sind feste und halbfreie Technikabläufe um am Partner flüssig komplexe Fechtbewegungen mit Erfolg ansetzen zu können.
Freikampf
mit Schutzausrüstung und Ersatzwaffen. Dabei gibt es unterschiedliche Schwerpunkte von Techniktraining zu echten Zielen über freien Leichtkontakt bis zum Vollkontaktfechten.

FAQ - häufig gestellte Fragen - Das Training

Wir könnten diese Antwort nicht besser formulieren, als die Gruppe Schwerteln bereits getan hat: "Unser Schwertkampfstil ist historisch in dem Sinne, dass wir mittelalterliche und frühneuzeitliche Quellen als Ausgangsmaterial verwenden. Unser Schwertkampfstil ist historisch in dem Sinne, dass man, wenn man die Logik und den Kontext einer Waffe versteht und Techniken innerhalb dieses Gefüges nach ihrer Effektivität beurteilt, zwangsläufig bei historischen Techniken enden wird. Dieses Ideal streben wir durchaus an. Wir sind darüber hinaus aber der Meinung, dass zwischen dem Erschließen einer Quelle und dem Fechten immer ein (expliziter oder impliziter) Interpretationsschritt steht, so dass wir nicht den Anspruch erheben wollen, 1:1 nach einzelnen Quellen zu fechten." (Quelle: http://www.schwerteln.de)

Das Mindestalter beträgt 18 Jahre.

Nicht direkt, unser Unterricht ist klar auf historische Kampfkunst ausgerichtet, und legt folgerichtig keinerlei Wert auf publikumswirksame Techniken oder auf Dramatik in einem Zweikampf. Dennoch kann das Erlernte in abgewandelter Form für Zwecke wie Schaukampf, Theaterfechten oder Bühnenfechten genutzt werden.

Nicht gefährlicher als andere populäre Sportarten wie z.B. Fußball oder Tennis. Ein paar leichte Prellungen sind allerdings fast nicht zu vermeiden.

Ein gewisses Maß an Sportlichkeit muss schon sein. Einerseits betreiben wir definitiv kein „Hochleistungssport“ im Sinne von gedrilltem, ausschließlich auf (Wettkampf-) Leistung ausgerichtetem Training, andererseits erfordern die von uns gelehrten Fechtübungen schon ein gewisses Maß an Standfestigkeit, Konzentration und Koordination. Vereinfacht gesagt: wir machen deutlich mehr als nur 2-3 Runden laufen, ein wenig fechten und viel darüber reden.

Unsere drei Haupttrainer vereinen mehr als 25 Jahre Kampfkunsterfahrung, mehrfache (DAN) Meistergraduierungen in unterschiedlichen asiatischen Kampfkünsten, mehrfache nationale und internationale Titel (im Waffenkampf) und mehr als 15 Jahre Erfahrung in Trainingsleitung, Organisation und Schulung. Wir glauben aber fest daran dass Titel, Auszeichnungen, Fechtmeisterpatente, bunte Gürtel oder wichtig klingende lateinische Phrasen nichts über die Qualität des Trainings und der Trainer aussagen.

Definitiv JA, mit der Zeit gewinnst du an Kraft und Ausdauer (eine ca. 1,7 - 2kg schwere Waffe über 2 Stunden schwingen erfordert beides), dein Geschick und Koordination werden gefördert, deine Beweglichkeit wird zunehmen und deine allgemeine Fitness dazu.

JA, Drey Wunder vermittelt ein lebendiges historisches Kampfkunstsystem, dessen Effektivität sich über Jahrhunderte bewiesen hat. Dies ist nur in Verbindung mit einigen Regeln möglich. Unsere Verhaltenscodex sowie die Schulordnung geben dir ausführliche Auskünfte darüber. Wichtige Eckpunkte sind dabei: Respekt, Vorsicht und Disziplin. Hier findest Du mehr dazu Drey Wunder Dokumente

Freikampf (eine sportliche Auseinandersetzung zweier Fechter die mit geeigneter Schutzausrüstung und stumpfen Schwertern frei, also ohne abgesprochene Aktionen, gegeneinander kämpfen) ist fester Bestandteil unseres Trainingsplans. Wir veranstalten ebenso interne Wettkämpfe und Freundschaftsturniere. Zum Beispiel den   KAMPFTAG. Unsere Hauptaufmerksamkeit richtet sich primär auf den Aufbau einer verlässlichen und jederzeit abrufbaren Grundschule des Fechtens. Wir erarbeiten dabei auch fortgeschrittene Techniken und Prinzipien aus der Fechttradition Lichtenauers die in ein Freigefecht erfolgreich eingesetzt werden können. Der Fokus dieser Einheiten liegt an freien, freundschaftlichen Kämpfen nach dem sog. 3W.HALAG Regelwerk in dem es keine Gewinner, sondern nur Überlebende gibt. Wir verwenden hierbei unterschiedliche Waffen, erforschen, besprechen und testen unterschiedliche Ansätze im Kampf. Dazu setzen wir unser selbstentwickeltes System CHALLENGE.3W ein. Mehr über dieses System findest du hier:   Info über CHALLENGE.3W

Challenge.3WCHALLENGE.3W ist ein digitales System für Erfassung, Analyse und Auswertungen von Freikämpfe in historischen europäischen Kampkünsten (HEMA). Das System wird durch Martin Lümkemann (de) und Henrik Gyarmati (hu) entwickelt und betreut. Er besteht aus folgende Hauptkomponenten: Erfassung von Zweikampfergebnissen mittelt QR-Codes oder manuell. Übertragung und Speicherung alle Ergebnisse direkt in eine Cloud basierten Datenbank. Statistische Auswertungen und Ranglisten der Ergebnisse nach eine frei konfigurierbaren Matrix sowie die direkte Live-Anzeige der wichtigsten statistischen Werte während eines Events wie z.B. ein Turnier. Hier kannst du dich umfassend über CHALLENGE.3W informieren:   Info über CHALLENGE.3W

Eine Einführung in den historischen europäischen Kampfkünsten ist zeit- und pflegeintensiver als bei vielen bekannten Sportarten wie z.B. bei Karate oder Judo. Grundmotorik, Waffenkunde und die fundamentalen Aspekte eines Zweikampfes mit Blankwaffen müssen intensiv erarbeitet, verstanden und geübt werden. Neueinsteiger einfach in eine Reihe zu stellen und Bewegungen nachahmen zu lassen ist für unseren Anspruch zu wenig. Aus diesem, für uns sehr wichtigen Grund ist ein spontaner Einstieg bzw. ein Probetraining in unserem Verein nicht möglich. Wir bieten für Interessierte ein spezielles Einsteigerseminar an, in dem die notwendigen Kenntnisse zur Teilnahme an unserem Training vermittelt werden. Es wird in Kleingruppen und sehr intensiv unterrichtet und ihr lernt unsere Grundlagen mit dem langen Schwert und Dolch kennen. Weitere Informationen dazu findest du hier: EINSTEIGERKURS
Außerdem bieten wir für Interessierte unterschiedliche im Jahr verteilte SEMINARE an. Jedes Seminar hat einen anderen Waffen-Schwerpunkt und wir beschäftigen uns dann jeweils nur mit dieser einen Waffengattung. Damit möchten wir euch die Vielfalt unseres Allkampf-Systems „historische europäische Kampfkünste“ zeigen. Bist du ein totaler Neuling? Unsere Hauptwaffe, das lange Schwert ist ein guter Einstieg in die Welt des historischen Fechtens. Weitere Informationen zum nächsten Seminar findest du hier: SEMINARE

Ja. Nichtmitglieder mit fechterischen Vorkenntnissen, die länger als 1-2mal mittrainieren, aber kein Mitglied werden wollen, haben bei uns die Möglichkeit 1 Monat lang kostenfrei mit zu trainieren. Danach kannst Du bis max. weitere 3 Monaten für 10,- EUR pro Monat den Status “Gastfechter” erhalten.